Welche Wirkungen entfaltet eine Betreibung auf Konkurs für den Schuldner?

Die Konkurseröffnung hat einschneidende Folgen für den Schuldner. Sie hat unter anderem die folgenden Wirkungen:
  • Sämtliches pfändbare Vermögen des Schuldners bildet eine einzige Konkursmasse, die zur gemeinsamen Befriedigung der Gläubiger dient, Art. 197 Abs. 1 SchKG
  • Rechtshandlungen, welche der Schuldner nach der Konkurseröffnung in Bezug auf Vermögensstücke, die zur Konkursmasse gehören, vornimmt, sind den Konkursgläubigern gegenüber ungültig, Art. 204 Abs. 1 SchKG
  • Forderungen, welche zur Konkursmasse gehören, können nach Eröffnung des Konkurses nicht mehr durch Zahlung an den Schuldner getilgt werden Art. 205 Abs. 1 SchKG
  • Alle gegen den Schuldner hängigen Betreibungen sind aufgehoben, Art. 206 Abs. 1 SchKG
  • Mit Ausnahme dringlicher Fälle werden Zivil- und Verwaltungsverfahren, in denen der Schuldner Partei ist und die den Bestand der Konkursmasse berühren, eingestellt, Art. 207 Abs. 1 und 2 SchKG
  • Wird über einen Ehegatten, der in Gütergemeinschaft lebt, der Konkurs eröffnet, so tritt von Gesetzes wegen Gütertrennung ein, Art. 188 ZGB


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